Posaunenchor              

 Kirchenchor   

Der Posaunenchor

Posaunenchor in Battenberg

Im Jahr 2008 startete der Posaunenchor geschlossen ab Rodheim Pfarrhaus, da nun auch Familie Berger hier am Ort wohnt. Auf ging’s nach Nordhessen, ins Ederbergland. In unserem Domizil angekommen und nach Erledingung der „hauswirtschaftlichen“ Auf-gaben, konnten wir draußen sitzend die erste Probe durchführen, Be-währtes auffrischen und neue Stücke probieren.

Für den nächsten Tag hatten wir eine Paddeltour auf der Eder geplant. Schnell waren vier Paarungen gefunden und nach kurzer Einweisung die Boote zu Wasser gelassen. Die Strömung des Flusses trug uns ohne Mühe Richtung Fritzlar. Auch die erste Stromschnelle nahmen wir mit Bravur, vor der zweiten steuerten wir den Picknickplatz an. Wie geplant umgingen wir die gefährliche Stelle, an der sich ein Unfall ereignet hatte und stiegen erst hinter der Brückenbaustelle wieder in die Boote. Schnell war Fritzlar erreicht, allerdings fuhren Lothar und ich, irritiert durch hampelnde Jugendliche, am Anleger vorbei. Das bedrohliche Wehr vor Augen sprang Lothar beherzt aus dem Boot und lenkte es mit sicherer Hand zum Landeplatz. (Anmerkung zur Wassertiefe: Die kurze Hose war nur am untersten Rand etwas benetzt.) Am Samstag besuchten wir, neben den Proben, die Stadt Frankenberg und das Kloster Haina. Dort, wo Philipp von Hessen im Sinne seiner Vorfahrin Elisabeth von Thüringen ein Hospiz gegründet hatte, durften wir in Kreuzgang der Klosterkirche eine kleine Serenade spielen. Das alte Gemäuer, die einzigartige Akustik, der geschichtsträchtige Platz nahmen uns ganz gefangen: Solche Momente mit der Musik stärken immer wieder für den Alltag. Auch während der Rückfahrt beim Zwischenstop in der Elisabethkirche durften wir die Instrumente auspacken und einige Stücke vortragen. Die Zuhörer belohnten uns mit Applaus und Ingunn mit der Bemerkung: „Ihr könnt ja kurz spielen, warum nicht immer?“     
Karin Unger-Berger

 

1975 wurde der Posaunenchor von Pfarrer Fritz Dahmen gegründet. Nach Pfarrer Dahmens Pensionierung im Oktober 2000 übernahm Ingunn Wolz die Leitung des Posaunenchores. Sie ist seit 26 Jahren aktive Trompeterin des PCs.  Die Gruppe hat zurzeit 10 Bläser und Bläserinnen, die ca. 30 Mal im Jahr zum Einsatz kommen. Zu diesen Einsätzen gehören alle kirchlichen Feiertage wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten, aber auch Familiengottesdienste und Konfirmation etc. werden von ihnen musikalisch mitgestaltet. Zu den eigenen Veranstaltungen zählen das Epiphaniaskonzert, das alljährliche Turmblasen und das Kurrendeblasen.

Choräle, alte Bläsermusik, Gospel, Spirituals, aber auch Rock- und Popmusik runden ihr vielseitiges Repertoire ab.

P.S.Wer Lust hat mitzuspielen, bitte melden! Tel.: 06007/350 (Ingunn Wolz)
oder donnerstags zwischen 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr Probe in der „Arche“ Königstrasse 1 (großer Saal) Einfach mal reinschauen.

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Der Kirchenchor

Seit 23 Jahren besteht der Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Rodheim.
Unter Leitung von Hannelore Hartenstein treffen sich jeden Montag ca. 35 Sängerinnen und Sänger im Alter von 12 bis über 70 Jahren zur Chorprobe in dem ev. Gemeindezentrum "Arche" .
Zum Repertoire des Chors gehören neben Chorälen für den  Gottesdienst Gospels, neue Kirchenlieder und Lieder aus Taizé sowie anspruchsvolle Werke der Kirchenmusik aus allen Epochen.
Bei seinen Einsätzen in besonderen Gottesdiensten des Kirchenjahres wird er oft von musikbegabten Instrumentalisten aus den eigenen Reihen oder aus dem Freundeskreis begleitet.
Musikalische Höhepunkte des Jahres sind zwei Konzerte in Zusammenarbeit mit befreundeten Chören: eine Messe im Frühjahr mit dem Kirchenchor Str. Michael Ober-Rosbach sowie dem Kammerorchester unter Leitung von Herrn Etzel und ein Konzert mit dem Chor der Dankeskirchengemiende Frankfurt in jedem Herbst:
Daneben werden projektartig Gospel- und Taizé-Vespern vorbereitet, bei denen regelmäßig auch Gastsängerinnen und -sänger sowie Solisten mitwirken.
Doch nicht nur die Freude am Singen verbindet die Chormitglieder. Gesellige Abende zu verschiedenen Anlässen, gemeinsame Kinobesuche und vor allem Reisen festigen die Chorgemeinschaft. So gab es schon Reisen nach Südtirol, Frankreich, Russland und in Deutschlands Osten, wo man sich auf die Spuren von Johann Sebastian Bach und Paul Gerhard machte.
Menschen aller Altersstufen, die gern singen, sind zu den regelmäßigen Proben, aber auch zu den Gospel- und Taizé-Projekten stets herzlich willkommen.

Noch weitere Auskünfte erhalten Sie im  Pfarramt (Tel. 06007-472) oder von der Chorleiterin Frau Hartenstein (Tel. 06003-7331).

 

Chorausflug „Auf den Spuren von Johannes Brahms“ nach Baden-Baden

Am Samstag, den 13.9.08 startete der Chor zu seinem Chorausflug: Ziel war Baden-Baden und das Brahmshaus im Baden-Badener Stadtteil Lichtental.

36 Personen stiegen um acht Uhr trotz grauen Wetters und Regens fröhlich in den Bus in Erwartung einer weiteren Etappe auf den Spuren Brahms, nach dem im Mai 2008 schon seine Wirkungsstätten in Detmold und seine Geburtsstadt Hamburg besucht worden waren.

In Baden-Baden erwartete uns eine Stadtführerin, die uns in die Geschichte der seit dem Mittelalter mit ihren 20 heißen Quellen als Badestadt  bekannten Stadt einführte.

Besonders interessierte uns Sänger natürlich die Geschichte als Kultur- und Musikstadt und hier hat Baden-Baden nicht nur heute einiges zu bieten. Seit Eröffnung des Festspielhauses 1998 mit seinen ganzjährigen hochkarätigen Produktionen gibt es für Kunst- und Kulturliebhaber aus der ganzen Welt Highlights auf allerhöchstem Niveau. Schon im 19. Jahrhundert war Baden-Baden Treffpunkt für Künstler und Kunstfreunde. Johannes Brahms, Franz Liszt, Clara Schumann, Louis Hector Berlioz und v.a. sorgten dafür, dass der Kurort auch musikalisch hoch aktuell war. Das Kurhaus und Theater lockten viele berühmte Musiker zu Konzerten an.

Nach der Stadtbesichtigung aßen wir im berühmten Gasthaus „Molkenkur“, welches durch die Molketrinkkuren bekannt wurde, zu Mittag. Mit einem kleinen Ständchen, natürlich Brahmslieder, verabschiedeten wir uns aus dem gemütlichen Lokal.

Nun ging es wirklich zu Fuß auf den Spuren Brahms entlang der Lichtentaler Allee zum Sommerdomizil des berühmten Komponisten. Wie Brahms in einem seiner Lieder schrieb, „all mein Gedanken, die hab ich ….“ die hatten wir bei ihm und freuten uns über den wunderschönen Spaziergang entlang des Flüsschens Oos durch grüne Wiesen und bunt bepflanzte Anlagen nach Lichtental. Vorbei ging es am ehemaligen Sommerhaus von Clara Schumann, die Brahms sicher tausendmal auf diesem Weg besucht hat, war sie doch der Grund für seinen Aufenthalt in Baden-Baden.

So erreichten wir das am Hang liegende Haus, in dem die einzige noch erhaltene Wohnung von Johannes Brahms zu besichtigen ist. Hier hielt er sich in den Jahren 1865 – 1874 während der Sommermonate auf. Er bewohnte zwei Räume, die heute noch original getreu eingerichtet zu besichtigen sind. Das Haus entsprach ganz den Wünschen Brahms, er liebte es in Stille, Zurückgezogenheit und bescheidener Gemütlichkeit arbeiten zu können. Viele seiner berühmten Werke sind hier entstanden oder vollendet worden.

Es war schön, die Wohnräume auf sich wirken lassen zu können und auch die vielen Exponate im Ausstellungsraum über Brahms und die Pianistin und Komponistin Clara Schumann beeindruckten uns. Aber vor allem das Haus in dem schönen, bunten Garten gefiel vielen, sodass wir uns gut in die Situation Brahms mit der inspirierenden Umgebung einfühlen konnten.

Ein passender Abschluss wäre jetzt der geplante Aufstieg zur Kapelle oberhalb Lichtentals gewesen, welcher einer der täglichen Spazierwege Brahms war. Leider machte uns das sehr nasse Wetter einen Strich durch die Rechnung. So fuhren wir mit dem Bus zum gemütlichen Ausklang unseres Ausfluges in der Weinstube Eckberg. Aber viele ließen es sich nicht nehmen, wenigstens noch kurz die Kapelle aufzusuchen und den Blick in die wunderschöne Umgebung von Lichtental und Baden-Baden mit Weinbergen, Wäldern und den beginnenden Schwarzwaldhöhen schweifen zu lassen, wie es damals Brahms sicher häufig getan hat.

Wir beendeten den gelungen Tag bei einem guten Gläschen Wein und einer Badener Käse-Spezialität. Als wir gegen 22 Uhr in Rosbach/Rodheim zurück waren, blieb uns nur noch Frau Hartenstein für die gute Organisation und Vorbereitung dieses wunderschönen Tages zu danken und zum Abschluss ein kleines Brahmslied zu singen „Ich fahr dahin, wenn es muss sein“…

Ingar Riechert

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