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Der
Kirchenchor
Seit 23 Jahren besteht der Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde
Rodheim.
Unter Leitung von Hannelore Hartenstein treffen sich jeden Montag ca. 35
Sängerinnen und Sänger im Alter von 12 bis über 70 Jahren zur Chorprobe in
dem ev. Gemeindezentrum "Arche" .
Zum Repertoire des Chors gehören neben Chorälen für den Gottesdienst
Gospels, neue Kirchenlieder und Lieder aus Taizé sowie anspruchsvolle Werke
der Kirchenmusik aus allen Epochen.
Bei seinen Einsätzen in besonderen Gottesdiensten des Kirchenjahres wird er
oft von musikbegabten Instrumentalisten aus den eigenen Reihen oder aus dem
Freundeskreis begleitet.
Musikalische Höhepunkte des Jahres sind zwei Konzerte in Zusammenarbeit mit
befreundeten Chören: eine Messe im Frühjahr mit dem Kirchenchor Str. Michael
Ober-Rosbach sowie dem Kammerorchester unter Leitung von Herrn Etzel und ein
Konzert mit dem Chor der Dankeskirchengemiende Frankfurt in jedem Herbst:
Daneben werden projektartig Gospel- und Taizé-Vespern vorbereitet, bei denen
regelmäßig auch Gastsängerinnen und -sänger sowie Solisten mitwirken.
Doch nicht nur die Freude am Singen verbindet die Chormitglieder. Gesellige
Abende zu verschiedenen Anlässen, gemeinsame Kinobesuche und vor allem
Reisen festigen die Chorgemeinschaft. So gab es schon Reisen nach Südtirol,
Frankreich, Russland und in Deutschlands Osten, wo man sich auf die Spuren
von Johann Sebastian Bach und Paul Gerhard machte.
Menschen aller Altersstufen, die gern singen, sind zu den regelmäßigen
Proben, aber auch zu den Gospel- und Taizé-Projekten stets herzlich
willkommen.
Noch weitere Auskünfte erhalten Sie im Pfarramt (Tel. 06007-472)
oder von der Chorleiterin Frau Hartenstein (Tel. 06003-7331).
Chorausflug „Auf den Spuren von Johannes Brahms“
nach Baden-Baden
Am Samstag, den 13.9.08 startete der Chor zu seinem
Chorausflug: Ziel war Baden-Baden und das Brahmshaus im Baden-Badener
Stadtteil Lichtental.
36 Personen stiegen um acht Uhr trotz grauen Wetters
und Regens fröhlich in den Bus in Erwartung einer weiteren Etappe auf den
Spuren Brahms, nach dem im Mai 2008 schon seine Wirkungsstätten in Detmold
und seine Geburtsstadt Hamburg besucht worden waren.
In Baden-Baden erwartete uns eine Stadtführerin, die
uns in die Geschichte der seit dem Mittelalter mit ihren 20 heißen Quellen
als Badestadt bekannten Stadt einführte.
Besonders interessierte uns Sänger natürlich die
Geschichte als Kultur- und Musikstadt und hier hat Baden-Baden nicht nur
heute einiges zu bieten. Seit Eröffnung des Festspielhauses 1998 mit seinen
ganzjährigen hochkarätigen Produktionen gibt es für Kunst- und
Kulturliebhaber aus der ganzen Welt Highlights auf allerhöchstem Niveau.
Schon im 19. Jahrhundert war Baden-Baden Treffpunkt für Künstler und
Kunstfreunde. Johannes Brahms, Franz Liszt, Clara Schumann, Louis Hector
Berlioz und v.a. sorgten dafür, dass der Kurort auch musikalisch hoch
aktuell war. Das Kurhaus und Theater lockten viele berühmte Musiker zu
Konzerten an.
Nach der Stadtbesichtigung aßen wir im berühmten
Gasthaus „Molkenkur“, welches durch die Molketrinkkuren bekannt wurde, zu
Mittag. Mit einem kleinen Ständchen, natürlich Brahmslieder, verabschiedeten
wir uns aus dem gemütlichen Lokal.
Nun ging es wirklich zu Fuß auf den Spuren Brahms
entlang der Lichtentaler Allee zum Sommerdomizil des berühmten Komponisten.
Wie Brahms in einem seiner Lieder schrieb, „all mein Gedanken, die hab ich
….“ die hatten wir bei ihm und freuten uns über den wunderschönen
Spaziergang entlang des Flüsschens Oos durch grüne Wiesen und bunt
bepflanzte Anlagen nach Lichtental. Vorbei ging es am ehemaligen Sommerhaus
von Clara Schumann, die Brahms sicher tausendmal auf diesem Weg besucht hat,
war sie doch der Grund für seinen Aufenthalt in Baden-Baden.
So erreichten wir das am Hang liegende Haus, in dem die
einzige noch erhaltene Wohnung von Johannes Brahms zu besichtigen ist. Hier
hielt er sich in den Jahren 1865 – 1874 während der Sommermonate auf. Er
bewohnte zwei Räume, die heute noch original getreu eingerichtet zu
besichtigen sind. Das Haus entsprach ganz den Wünschen Brahms, er liebte es
in Stille, Zurückgezogenheit und bescheidener Gemütlichkeit arbeiten zu
können. Viele seiner berühmten Werke sind hier entstanden oder vollendet
worden.
Es war schön, die Wohnräume auf sich wirken lassen zu
können und auch die vielen Exponate im Ausstellungsraum über Brahms und die
Pianistin und Komponistin Clara Schumann beeindruckten uns. Aber vor allem
das Haus in dem schönen, bunten Garten gefiel vielen, sodass wir uns gut in
die Situation Brahms mit der inspirierenden Umgebung einfühlen konnten.
Ein passender Abschluss wäre jetzt der geplante
Aufstieg zur Kapelle oberhalb Lichtentals gewesen, welcher einer der
täglichen Spazierwege Brahms war. Leider machte uns das sehr nasse Wetter
einen Strich durch die Rechnung. So fuhren wir mit dem Bus zum gemütlichen
Ausklang unseres Ausfluges in der Weinstube Eckberg. Aber viele ließen es
sich nicht nehmen, wenigstens noch kurz die Kapelle aufzusuchen und den
Blick in die wunderschöne Umgebung von Lichtental und Baden-Baden mit
Weinbergen, Wäldern und den beginnenden Schwarzwaldhöhen schweifen zu
lassen, wie es damals Brahms sicher häufig getan hat.
Wir beendeten den gelungen Tag bei einem guten Gläschen
Wein und einer Badener Käse-Spezialität. Als wir gegen 22 Uhr in
Rosbach/Rodheim zurück waren, blieb uns nur noch Frau Hartenstein für die
gute Organisation und Vorbereitung dieses wunderschönen Tages zu danken und
zum Abschluss ein kleines Brahmslied zu singen „Ich fahr dahin, wenn es muss
sein“…
Ingar Riechert
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